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Mallorca

Während einer Kreuzfahrt legte unser Schiff auch in Mallorca an. Bis dahin kannte ich die Insel nur unter „Ballermann“ und „Lieblingsinsel der Deutschen“.

Wir waren gespannt und so buchten mein Mann und ich erst einmal eine Inselrundfahrt, um uns einen Eindruck über Insel zu machen. Und was soll ich sagen, für uns war ein neues Reiseziel geboren.

So eine tolle Insel und sie wird ihrem Ballermann-Image in keiner Weise gerecht.

 

Also buchten wir für den April eine Woche Mallorca. Das Wetter war herrlich warm und es herrschte noch kein Massentourismus.

Wir hatten uns ein zentral gelegenes Hotel in Palma gesucht, um flexibel überall hin zu kommen. Wir erkundeten die Stadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten, allen voran die Kathedrale. Mein Tipp, seit zur Öffnung 10 Uhr da, denn da scheint die Sonne direkt durch die bunten Fenster und das gibt echt die tollsten Fotos. Nehmt unbedingt an einer Führung teil, denn die Geschichte und die Architektur dieser Kathedrale sind sehr interessant.

Gleich nebenan liegt der Königspalast, der auch heute noch von der spanischen Königsfamilie als Residenz genutzt wird. Besorgt euch euer Ticket vorher, denn es wird immer nur eine kleine Anzahl an Besuchern eingelassen. Nun war es Mittagszeit und wir fanden in einer Nebenstraße ein kleines Restaurant mit einem schattigen Garten. Wir gönnten uns Tapas, eine Coca Trampò - eine Art Pizza und leckeren mallorquinischen Wein.

 

Mit einem Mietwagen machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg ins Inselinnere. Obwohl wenig Verkehr war, fuhren wir abseits der Hauptstraßen auf kleine Landstraßen entlang. Mallorca ist sehr gut ausgeschildert, auch wenn manche Wegweiser schief und verwittert etwas traurig ihrer Bestimmung dienten. Jedes Mal umhüllte uns ein frischer aromatischer Duft, wenn wir an einer der vielen Orangen- und Zitronenplantagen vorbeifuhren. Bananenfelder säumten unseren Weg. Ein kaum noch lesbares Schild verwies auf eine mallorquinische Finca. Wir fuhren einen sehr schmalen, links und rechts mit kleinen Steinmauern begrenzten Weg entlang. Außer einem riesigen Olivenhain mit uralten Bäumen war nichts zu sehen. Waren wir falsch? Ans Umkehren war nicht zu denken, wir steckten fest. Doch dann sahen wir ein altes schmiedeeisernes Tor, wir waren angekommen – dachten wir! Noch einen schlappen Kilometer mussten wir fahren, doch dann sahen wir das Haus. Es war ein aus Feldsteinen erbautes Schmuckstück, wahrscheinlich erst kürzlich liebevoll restauriert. Es wurde als Hotel genutzt, war aber noch nicht geöffnet. Von einem sehr alten Mann erhielten wir eine kleine Erfrischung und so kamen wir mit ihm ins Gespräch. Er war der Gärtner dieses Kleinodes und erzählte uns Geschichten über das Haus und die Gegend, und dass er noch nie am Meer war. Für uns unglaublich, denn die Insel hat nur einen Durchmesser von nicht mal 100 Km. Er gab uns noch einige Tipps für lohnende Ziele in der Umgebung und nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Weg. Unser Ziel das Kap de Formentor, die Halbinsel weit oben im Norden der Insel. Die durch Wind und Meer bizarr geformte Steilküste und der auf ihr thronende Leuchtturm ist ein echter Ausflugstipp. Mit einem spektakulären Ausblick bis zur Küste von Menorca ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende und wir wussten nun, dass Mallorca bei weitem nicht nur eine Badeinsel ist.

 

Heute stand Bewegung und ein echtes Highlight auf unserem Plan. Wir wollten mit der historischen Bimmelbahn, dem „Roten Blitz“ zu Mallorcas Gebirge an der Westküste fahren. Die elektrische Schmalspurbahn ähnelt einer alten Holzstraßenbahn und befährt die Strecke von Palma nach Puerto Sóller auf ganze 27 Kilometer. Mein Tipp: Wenn ihr die Hin- und Rückfahrt plant kauft euch das Kombiticket. Es beinhaltet zusätzlich die Fahrt mit der Straßenbahn zum Hafen von Sóller. Wir wollten nur bis Valldemossa mitfahren und die restlichen Kilometer bis Sóller laufen. Langsam zuckelte die Bahn durch Palma Richtung Gebirge, vorbei an Mandelplantagen, grasenden Schafherden und Zitronen- und Orangenhainen. Die etwas ruckelige Fahrt auf Holzbänken, über mehrere Brücken und Viadukte, durch 13 Tunnel, die schon mal über 2 Kilometer lang sind und einem Fotostopp mitten in der fantastischen Bergwelt, endete für uns nach 30 Minuten. Uns wurde eine spektakuläre Fahrt versprochen und wir wurden nicht enttäuscht!

Valldemossa ist ein autofreies Kleinod mitten im Tramuntana Gebirge. Wir besuchten das von Hollywood Schauspieler Michael Douglas gegründete Kulturzentrum Costa Nord und später das Kartäuserkloster, in dem Frédéric Chopin und seine Geliebte George Sand den Winter 1883/84 verbrachten. Weltruhm erlangte Valldemossa auch durch den von Sand geschriebenen Bestseller „Ein Winter auf Mallorca“. Über kopfsteingepflasterte Gassen bummelten wir durch die Stadt, die noch so viele weitere Sehenswürdigkeiten beherbergt. Aber wir hatten noch einiges vor und es war schon Mittag vorbei. Wir leistete uns noch Cocas de Patatas, dass typische Gebäck der Stadt und machten uns schweren Herzens auf den Weg nach Sóller. Über gut ausgebaute Wege marschierten wir durch Orangenplantagen und Olivenhaine.

Überall trafen wir auf kleine Einkehrmöglichkeiten, in denen die einheimischen Bauern ihre selbst hergestellten Köstlichkeiten anboten. Ein Muss ist die Olivenölverkostung mit selbstgebackenem Brot, Käse, der würzigen Wurst Sobrassada und dem leckeren Wein. So gut gestärkt war an die Wanderung der gesamten Streck nicht mehr zu denken. Ab Deia fuhren wir mit dem Bus bis Sóller. Dieses wunderschöne Städtchen liegt mitten im „Tal des Goldes“, benannt nach den vielen umliegenden Orangen- und Zitronenplantagen. Diesen verdankt Sóller schon seit dem 19. Jh. seinen Wohlstand. Wir stärkten uns mit Tumbet, eine Art mallorquinisches Ratatouille und ich gönnte mir noch ein leckeres Orangeneis, das es nur hier gibt! Die Straßenbahn brachte uns zum Hafen Port de Sóller und mit dem Schiff fuhren wir zurück nach Palma. Wir hatten ruhige See und erreichten so am späten Abend Palma.

 

Die letzten Urlaubstage nutzten wir, um die Gegend um Palma zu erkunden. Es gibt ein erstklassig ausgebautes Verkehrsnetz und man kommt überall auch ohne Auto hin. Wir fuhren nach Andratx, machten einen Stadtbummel und wanderten bis zum Hafen der Stadt. Dieses ehemalige Fischerdörfchen wurde ab den 1980er Jahren Anlaufpunkt der Reichen und Schönen. Nun ist es ein exklusives Örtchen mit einer hohen Promidichte und seinem eigenen Flair. Hier am Hafen probierten wir die typische mallorquinische Paella mit leckeren Meeresfrüchten zu einem recht erschwinglichen Preis.

Auch der Burg von Mallorca, dem Castell de Bellver, statteten wir einen Besuch ab. Ihre runde Bauform macht sie in ganz Europa einzigartig. Der Aufstieg über 350 Stufen ist etwas mühsam, aber man wird mit einem gigantischen Blick über die Stadt und den Hafen belohnt. Mein Tipp: wenn ihr fit seid, macht eine Entdecker-Fahrradtour durch die Stadt und das Umland Palmas, dabei seht ihr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Bei einem Spaziergang entlang der palmengesäumten Hafenpromenade, mit einer Ensaimada (eine lecker gefüllte süße Teigschnecke) in der Hand, beobachteten wir das quirlige Treiben um die Segelboote und luxuriösen Yachten. Weiter hinten am Hafen konnten wir das Ablegen eines der Kreuzfahrtschiffe und dessen Feuerwerk miterleben. Spektakulärer konnte unserer Reise auf Mallorca nicht enden.

 

Mein Fazit unserer Reise: Mallorca ist immer eine Reise wert. Ob zur Mandelblüte im Frühjahr, zum Baden im Sommer oder zum Wandern und Radfahren im Herbst. Selbst der Winter hat durch seine recht milden Temperaturen seinen Reiz.

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